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Wissen zu Eisenmangel

Bei älteren Menschen wird zunächst kein Eisenmangel vermutet, da – im Gegensatz zu anderen Lebensphasen – kein erhöhter Bedarf an dem Spurenelement vorliegt. Die Diagnose eines Eisenmangels bei Senioren kann zudem in der ärztlichen Praxis eine Herausforderung darstellen, da eine Blutuntersuchung in dieser Altersgruppe nicht selten irreführende Ergebnisse hinsichtlich der Eisenspeicher erbringt. Es mehren sich inzwischen die Hinweise darauf, dass die Häufigkeit von Eisenmangel im Alter bislang unterschätzt wurde. So ist etwa jede/r zehnte Senior/in mit über 65 Lebensjahren von Blutarmut (Anämie) betroffen.

Was sind die Ursachen für Anämie bei Senioren?

Nicht selten ist die Ursache hierfür ein alleiniger Eisenmangel oder eine zusätzlich hinzukommende Unterversorgung mit Vitamin B12 und Folsäure. Blutarmut im hohen Alter ist in jedem Fall ernst zu nehmen, da sie gesundheitliche Folgen mit sich bringt. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Blutarmut und erhöhter körperlicher Beeinträchtigung, Sturzanfälligkeit, Gebrechlichkeit, sowie geistigem Verfall, Depressionen und höherer Sterblichkeit.

Risikofaktoren des Eisenmangels bei Senioren

Zu den Risikofaktoren eines Eisenmangels bei Senioren zählt beispielsweise eine ungenügende Versorgung mit Eisen über die Nahrung (weniger als 10 mg pro Tag), wie etwa aufgrund eines verminderten Fleischkonsums. Die Ursache hierfür können Zahnprobleme oder Schluckbeschwerden sein. Ausserdem ist bekannt, dass physische, soziale oder auch emotionale Probleme appetitmindernd wirken oder bereits die Zubereitung sowie den Verzehr angemessener Mahlzeiten erschweren. Die regelmässige Einnahme bestimmter Medikamente ist ebenfalls ein möglicher Risikofaktor für Eisenmangel: So erhöht sich durch die Anwendung von Acetylsalicylsäure, wie sie zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen weit verbreitet ist, das Risiko von Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Ein Eisenmangel oder gar eine Blutarmut sollte daher ärztlich abgeklärt werden, um eine bislang unerkannte innere Blutung im Magen-Darm-Trakt möglichst rasch zu erkennen oder auszuschliessen.

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